Der Hase im Wolfsfell

Der Liporidae (vom lat. Lepus = Hase)gehört im natürlichen Umfeld eher zur Speisekarte des Canis Lupus (Wolf).

Auch wenn sich beide Säugetiere Wald und Flur teilen und beide sich einen Platz in den vielen Geschichten der Märchenwelt gesichert haben, verbindet Isegrim und Meister Lampe keine weiteren Gemeinsamkeiten. Dennoch begab sich vor vielen Jahren ein mutiger Langohr in die gefährliche Nähe der Canis Lupus familiaris (Haushunde), die Nachfahren der Wölfe. Beobachtete sie, studierte sie und nahm sich ihrer an.

Er begann damit seinen ersten eigenen kleinen Wolf bei sich aufzunehmen und sich mit ihm anzufreunden. Er gab ihm ein Zuhause, ernährte ihn mit leckeren Mahlzeiten, gab ihm Wärme und einen sicheren Platz zum Schlafen. Manchmal tobten sie miteinander und liefen vergnügt durch den naheliegenden Park. Alle Nachbarn, Freunde aber auch Fremde waren sehr erstaunt über diese Konstellation, aber sie passte. Die beiden verband ein unzertrennliche Freundschaft. So traute er sich auch an anderen Caniden heran. Große, kleine, dicke, dünne, schnelle, langsame, lustige und wütende. Alles war dabei und viele besuchten den Hasen auch bei ihm zuhause. Nun sollte Lepus noch mehr aus seiner Freundschaft zu seinen Widersachern machen und eignete sich in einem Institut viel mehr Wissen über seine neuen Freunde an. Er lernte vieles über die Ethnografie, der Gesundheit, das Verhalten, über das Lernen und über das Zusammenleben mit ihnen. Mit seinem neuen Rüstzeug und der tagtäglichen Begegnung seiner Besucher kam ihm die Idee dieses Hobby zu seinem Beruf zu machen.

Es sprach sich herum, das Meister Lampe ein Ohr für die Probleme der Isegrims hat. Er durchschaute schon weit vor den ersten erklärenden Sätze der Kunde, wo das Problem lag und gab hilfreiche Tipps.

Mittlerweile kommen jeden Tag bis zu 20 Kunden zum Mümmelmann, wollen mit ihm durch den Wald laufen, sich austauschen, sich mit ihren Problemen auf seinen Sprüngen legen.

Der Wolf ist vorsichtig, sensibel, anpassungsfähig und gerissen, kann aber auch unentschlossen und ängstlich sein. Er ist äußerst gerechtigkeitsliebend. Bereits bevor Langohr sich in die Klauen der Gegner traute spürte er eine gewissen Verwandtschaft mit diesen Eigenschaften. Er war da, wenn ihn jemand brauchte, er war vor Gefahr gewappnet, er passte sich sensible an neue Begebenheiten an; kurzum, er war schon damals dem Wolf sehr ähnlich. Doch es bestand noch eine andere, sehr mysteriöse Verbundenheit. Etwas was in keinem Duden stand, keinem Geschichts- oder Lehrbuch. Es wurde nie gelehrt, nie ausgesprochen, nie in einem Glas serviert.

Die zwischen dem 11. Februar 1975 und dem 30. Jan 1976 Geborenen gehören laut dem chinesischem Sternzeichen zum Sternenbild „Hase“ und somit zugehörig dem Element Holz/ Wald. Für all die Detektive unter euch, ihr habt richtig kombiniert. Der mittlerweile „alte Hase“, ist über 40, na und?

Jener Weg meines Lebens wurde bereits bei meiner Geburt auf die grüne Wiese gelegt. Die Natur in seiner ganzen Bandbreite und mit all den Bergen und Tälern. Ich bin ein Teil der Natur, ein Teil der Flora und Fauna. Und ich als alter Hase lebe und lerne mit den Hunden. Schon seit vielen Jahren. Schau dir die präzisen Gesten und Mimiken der Caniden an, wie feinfühlig sie mit ihren Gleichgesinnten kommunizieren. Schau dir an, wie sie sich der Natur anpassen, wie sie sich im Reich der Pflanzen bewegen. Hier wirst du schnell ein Geben und ein Nehmen entdecken. Du wirst bemerken, wie verständnisvoll das Tier die Umgebung wahrnimmt. Der Hund ist unglaublich anpassungsfähig. Er liebt es auf´s heimische Sofa zu liegen, so wie im fast feuchtem Gras. Er mag es mit seinen nackten Ballen übers Unterholz zu schleichen und den Duft jeder Blume, jeden Baumes und den vorbei gelaufenen Artgenossen aufzunehmen. Genauso wie ich, bis auf den letzten Teil. Wenn es mir die Seele flöten geht, in der Nähe eines Caniden und das spüren der fast unberührten Natur nehme ich wieder ganz viel Kraft und Energie auf und sauge daran wie am Baum der Seelen auf Avatar.

Von der Landstraße der Poesie zurück zur Autobahn der Realität.

Roger Rabbit schloss Freundschaft zu Meister Graubein. So verrückt dies auch klingt, tief im Inneren finden wir immer einen gemeinsamen Weg nicht nur zu unseren Liebsten, sondern auch zu unseren Feinden. Das Fremde ist nicht mehr länger fremd, wenn wir uns langsam und behutsam dem Fremden nähern. Oder wie einst Klaus Ender sagte: „Der Natur ist nichts fremd – dem Menschen sogar die Natur“.

So verabschiede ich mich für heute mit einem weiteren Gedankenfloss durch die Welt eines über 40 Jährigen. Doch bevor ich hier schließe. Erzählt mir doch mal eure Verbindung zur Natur. Wenn ihr über die Felder oder in den Wald geht, was ist für euch das ganz besondere in diesem Moment. Was verbindet euch mit der Natur. Hinterlasst mir eure Gedanken doch einfach in den Kommentaren.


Die Sache mit der Natur wird bei mir in naher Zukunft noch einen ganz besonderen Stellenwert nehmen, die ersten Planungen sind schon in vollem Gange. Ich nehme euch gerne mit zu meinem neuen oder zusätzlichen Portal bei Youtube, dazu zu aber in den nächsten Tagen mehr.

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